Energietipp

Wasserkraft in Stadt und Landkreis Bamberg - Der Anteil der Wasserkraft wird sich in Zukunft nicht gravierend erhöhen

Bild: Rudolf Mader
Wasserkraft Bamberg

Die Wasserkraft wird seit über 2 000 Jahren für die Bereitstellung mechanischer Energie genutzt, seit Beginn des 19. Jh. wird sie auch zur Erzeugung von elektrischer Energie verwendet. Die heutige Wasserkraftnutzung dient primär der Erzeugung elektrischer Energie. Die Ausbeute der Potenziale (technische Erzeugungs-potenziale) ist deutschlandweit bis zum heutigen Tag zu etwa 80 % realisiert, was die Wasserkraft in Bezug auf ihre Potenziale zur am weitesten ausgebauten erneuerbaren Energiequelle macht. 80-90 % der installierten

Leistung von großen Laufwasser- und Pumpenspeicherkraftwerken befindet sich an den großen Flussläufen in Bayern und Baden-Württemberg. 

Der Ausbau der Wasserkraft und damit die Ausschöpfung des Potenzials in Stadt und Landkreis Bamberg ist entlang den Gewässern I. und II. Ordnung sehr gut. 

Zusätzlich gelten die Regeln der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der EU, die grundsätzlich hinsichtlich des Zustands eines Gewässers sowohl ein Verbesserungsgebot als auch ein Verschlechterungsverbot gebietet. Eine Möglichkeit, die Potenziale der Wasserkraft besser nutzen zu können, liegt somit primär im Ausbau und der Effizienzsteigerung bestehender Wasserkraftanlagen. Bei Kleinanlagen ist – bei Vorliegen alter Wasserrechte – auch die Reaktivierung der alten Anlage möglich.

In Stadt und Landkreis Bamberg existieren zahlreiche Anlagen mit installierten Leistungen zwischen 10 und 100 kW, eine mit 300 kW und zwei Großanlagen.

Das Laufwasserkraftwerk Hirschaid in Strullendorf (3,9 MW) wird von der Regnitz angetrieben, das leistungsstärkste Laufwasserkraftwerk liegt am Main bei Viereth (6,2 MW). Die installierte Leistung von Wasserkraftanlagen je Gemeinde ist im nachfolgenden Bild visualisiert.

Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Bamberg insgesamt 73 Wasserkraftanlagen die den Eigentümern dieser Anlagen berechtigen Strom durch Wasserkraft zu erzeugen. Hierbei handelt es sich um Triebanlagen und vorwiegend um Anlagen für Mahlmühlen und Sägewerke. Die Anlagen sind an folgenden Gewässern installiert:

Deichselbach, Lauter, Baunach, Mittlere Ebrach, Rauhe Ebrach, Reiche Ebrach, Hallstadter Mühlbach,  Gründleinsbach, Schulmühlbach, Aufseß, Aurach, Ellerbach, Neuer See, Itz, Pünzenbach, Roßdacher Quellbach, Gruber Bach, Wiesent, Regnitz, Ziegenbach, Main.

Im Kalenderjahr 2012 haben 38 dieser Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 12.903 kW insgesamt 61.491.496 kWh an Strom erzeugt. Wie den nachfolgenden Zusammenstellungen entnommen werden kann hat sich der Anteil in Stadt und Landkreis Bamberg am Gesamtstromverbrauch zwischen 5 – 6 % bewegt. Dieser Anteil wird sich auch in Zukunft nicht grundlegend verändern. 

Eine der künftigen Aufgaben wird die Erfassung der Energiemengen sein, die die Wasserkraftanlagen nach altem Recht produzieren, die keine EEG-Vergütung erhalten.

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