Energietipp

Zweiter Bürgerworkshop zum Klimawandel „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ in Stadt und Landkreis Bamberg

Welche Maßnahmen müssen wir ergreifen um Stadt und Landkreis Bamberg an die Folgen des Klimawandels anzupassen? Diese Frage soll am Donnerstag, 5. März 2020, im Landratsamt Bamberg. Ludwigstraße 23, 96052 Bamberg mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden.

Im Rahmen des Projektes „Anpassung an den Klimawandel in Stadt und Landkreis Bamberg“ wurden bereits im Herbst letzten Jahres mehrere Veranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Organisationen, den Landkreisgemeinden sowie der interessierten Öffentlichkeit aus Stadt und Landkreis Bamberg durchgeführt. Auf diesen Veranstaltungen wurde überwiegend erörtert, mit welchen Folgen des Klimawandels wir in Zukunft rechnen müssen und welche Auswirkungen bereits heute spürbar sind.

Auf der nun folgenden Veranstaltung sollen konkrete Handlungsoptionen vorgestellt und diskutiert werden: Was können, was müssen Stadt, Landkreis und Gemeinden tun, um sich vor den zu erwartenden Klimafolgen zu wappnen? Wie können Schäden für Bevölkerung, Sachwerte und Infrastrukturen sowie für die Natur möglichst vermieden oder gering gehalten werden?

Fest steht: Die globalen klimatischen Entwicklungen sind auch hier in der Region messbar und erste Folgen spürbar. Die deutlich zunehmenden Temperaturen in Stadt und Landkreis sowie die abnehmenden Niederschläge im Sommer verursachen beispielsweise einen erhöhten Bedarf an Wasser bei gleichzeitig abnehmender Wasserverfügbarkeit. Wie können wir die Wasserversorgung besser auf den Klimawandel vorbereiten? Wie muss sich der Katastrophenschutz auf häufigere und stärker werdende Extremwetterereignisse einstellen? Welche Schritte sind in Grünanlagen oder Waldgebieten zu unternehmen, um auf die zunehmende Hitzebelastung für die Pflanzen zu reagieren?

Das Projektteam, bestehend aus den Firmen GreenAdapt (Gesellschaft für Klimaanpassung), GSF (Gesellschaft für sozioökonomische Forschung) und LUP (Luftbild Umwelt Planung) wird erneut über die aktuellsten Ergebnisse zur klimatischen Entwicklung in der Region informieren. Und es werden die Folgen für verschiedenste Gesellschaftsbereiche wie z. B. Wasserwirtschaft, Tourismus oder Katastrophenschutz vorgestellt, bevor es in die Diskussion der Maßnahmen für die einzelnen Handlungsfelder geht.

Das Gutachterteam freut sich auf den Austausch und hofft auf breite Unterstützung bei der weiteren Bearbeitung des Anpassungskonzeptes für Stadt und Land. Um eine Anmeldung per Mail bei der Klima- und Energieagentur Bamberg unter der E-Mailadresse jutta.neuner(at)stadt.bamberg.de bzw. der Telefonnummer 0951/87-1724 wird gebeten, um die Anzahl der Teilnehmenden abschätzen zu können.

Eine Teilnahme ist aber auch ohne vorherige Anmeldung möglich.

 

Projekt „Anpassung an den Klimawandel in Stadt und Landkreis Bamberg“ angelaufen

Mit welchen Auswirkungen des Klimawandels muss Bamberg in Zukunft rechnen? Und welche Möglichkeiten gibt es, die Bevölkerung, die Infrastruktur und auch die Natur davor zu schützen? Antworten auf diese Fragen werden seit Juli 2019 Jahres im Rahmen des Projektes „Anpassung an den Klimawandel in Stadt und Landkreis Bamberg“ bearbeitet. Seit der Auftaktveranstaltung im Landratsamt wurden zum einen Daten zur Entwicklung des Klimas in der Vergangenheit und zu möglichen Entwicklungen des Klimas in der Zukunft ausgewertet. Das Projektteam, das von der Klimaallianz der Stadt und des Landkreises bauauftragt wurde, besteht aus den Firmen GreenAdapt (Gesellschaft für Klimaanpassung), GSF (Gesellschaft für sozioökonomische Forschung) und LUP (Luftbild Umwelt Planung). Es stellte fest, dass die klimatischen Entwicklungen, die sich global abzeichnen, auch schon heute in unserer Region messbar und erste Folgen spürbar sind. In einer Reihe von Fachgesprächen erarbeitete das Projektteam mit Vertretern aus Gesellschaftsbereichen wie zum Beispiel Wasserwirtschaft, Tourismus oder Katastrophenschutz, welche Folgen diese klimatischen Änderungen in den verschiedenen Sektoren bereits verursacht haben und welche in Zukunft zu erwarten sind.

Wärmer und im Sommer trockener

Die deutlich zunehmenden Temperaturen in Stadt und Landkreis, sowie die abnehmenden Niederschläge im Sommer, verursachen beispielsweise einen erhöhten Bedarf an Wasser bei gleichzeitig abnehmender Wasserverfügbarkeit. Dies stellt eine zunehmende Herausforderung für die Wasserversorgung dar. Auch führen häufigere und stärker werdende Extremwetterereignisse, wie beispielsweise Starkniederschläge, zu einer zunehmenden Belastung für die Katastrophenschutzhelfer und –institutionen in der Region. Im Zuge des klimatischen Wandels werden neue krankheitsübertragende Tierarten oder allergene Pflanzen heimisch werden und neben der Belastung durch zunehmende Hitzewellen eine weitere Herausforderung für den Gesundheitssektor bilden. Das Gutachterteam legt viel Wert auf die Einbindung des vor Ort vorhandenen Wissens. Beteiligung wird bei der Erarbeitung des Konzepts daher groß geschrieben: Im Oktober führten die Wissenschaftler Workshops mit Fachleuten und der allgemeinen Öffentlichkeit durch. Vor wenigen Tagen dann gab es eine weitere Veranstaltung mit Gemeindevertretern aus Stadt und Landkreis. Die auf den Veranstaltungen gewonnenen Erkenntnisse fließen in den weiteren Bearbeitungsprozess ein. Im weiteren Verlauf des Projektes geht es darum, wie sich die negativen Folgen des Klimawandels abwenden oder mindestens abschwächen lassen. Dazu werden geeignete „Anpassungsmaßnahmen“ mit den Akteuren aus den unterschiedlichsten Handlungsfeldern erarbeitet. Die vollständige Studie wird im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Fragenkatalog für die Kommunen im Landkreis Bamberg zum Download

Bilder zum Workshop mit Gemeindevertreter aus Stadt und Landkreis

Bilder Stadtarchiv S. Seuferth

Präsentation von GreenAdapt GemeindevertreterWorkshop vom 22.11.2019

Filmbeitrag zum bürgeröffentlichen und Experten-Workshop

 

 

Bilder zum bürgeröffentlichen Workshop 22.10.2019 im Landratsamt Bamberg

Bilder Stadtarchiv S. Seuferth

 

Präsentation von GreenAdapt zum Bürgerworkshop

Bilder zum Expertinnen und Expertenworkshop am 22.10.2019 im IGZ Bamberg

Bilder Stadtarchiv S. Seuferth

Präsentation von GreenAdapt zum Expertenworkshop

Auftaktveranstaltung: Klimaanpassungskonzept für Stadt und Landkreis Bamberg

Fotos: Matthias Hoch

Durch den Klimawandel wird es in den kommenden Jahrzehnten zu einem deutlichen Anstieg der Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen wie z. B. Hitzeperioden und Starkregenereignissen kommen. Um die regionalen Folgewirkungen des Klimawandels zu bewältigen, reagiert die Klimaallianz der Stadt und des Landkreises Bamberg mit der Erstellung einer Analyse zu den klimawandelbedingten Risiken und Chancen. Ziel ist die Entwicklung eines Konzeptes zu möglichen Anpassungsmaßnahmen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen.

Die Berliner Firma GreenAdapt wurde mit der Erstellung der Analyse beauftragt, gefördert wird sie durch den Projektträger Jülich (ptj) im Rahmen des Förderprogrammes Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Am Freitag, 26. Juli 2019 fand dazu eine Informationsveranstaltung statt. Landrat Johann Kalb begrüßte die geladenen kommunalen Vertreter aus der Klimaallianz Bamberg, sowie Akteure u.a. aus den Handlungsfeldern Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Gesundheit und der Wasserwirtschaft. Projektleiter Carsten Walther von GreenAdapt erläuterte dabei zunächst die einzelnen Schritte zur Bestandsaufnahme der kommunalen Systeme und ihrer Beeinflussung durch das Klima. Nach Ablauf der Anpassungsstudie wird eine kommunale Gesamtstrategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet und ein gemeinsames Leitbild für Stadt und Landkreis Bamberg miteingebunden.

Dr. Fritz Reusswig, Soziologe der Gesellschaft für sozioökonomische Forschung gsf, Potsdam erläuterte in seinem Vortrag die bereits zurzeit zu registrierenden Folgen klimatischer Veränderungen im sozialen Umfeld der Städte und Landkreise.

Aus der Sicht des Landschaftsplaners und des Naturschutzes zeigte Prof. Dr. Hartmut Kenneweg LUP GmbH, Berlin die jüngst sichtbaren Folgen der Trockenperioden für den Baumbestand in der Klimaallianz auf. Und wies auf die strukturell notwendigen Maßnahmen zum Waldumbau hin.

Konsens bei allen Beteiligten ist, dass der Klimawandel keinen Stillstand kennt und nur durch eine Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und Akteuren kann für die Stadt und den Landkreis Bamberg ein nachhaltiges Klimaanpassungskonzept erstellt und umgesetzt werden.

Präsentation der Auftaktveranstaltung als Download

Filmbeitrag TV Oberfranken Auftaktveranstaltung